P & J

Ich stehe nun nach drei Jahren kurz vor dem Ende meiner Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing. Heute blicke ich zurück auf eine aufregende Zeit, in der ich viel lernen konnte, persönlich gewachsen bin und viel reisen durfte.

Schon heute weiß ich, dass mein Job mir später Spaß machen wird, denn meine Ausbildung hat bereits widergespiegelt, was ich mir später im Berufsleben wünsche: Spaß, Abwechslung, Teamwork und Kreativität. Meine Tätigkeiten beziehen sich auf den Bereich der Erstellung von verkaufsfördernden Maßnahmen. Das klingt erstmal sehr allgemein. Wir beschäftigen uns besonders mit der Präsentation und Darstellung von ZWILLING Produkten. Wir entwerfen Gestaltungskonzepte für unsere Shops, die aktuelle Trends aufgreifen. Mir gefällt es besonders, dass wir so kreativ und eigenständig arbeiten.

 

In unserer dualen Ausbildung war die Berufsschule ein sehr wichtiger Bestandteil. Hier wurden uns neben wirtschaftlichen Grundlagen und Marketinginhalten auch konzeptionelle Abläufe beigebracht, die wir in unserem Job anwenden. Besonders zum Ende hin, haben wir Unterstützung von unseren Berufsschullehrern erhalten. Für einen klugen Ratschlag aus der Theorie war sich niemand verlegen.

 

Jetzt geht es bei meiner Azubi-Kollegin, die auch die Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing macht, und mir bald aufs Ende zu. Mit meiner Prüfungsvorbereitung habe ich jedoch schon früher begonnen.

 

Leider wurden unsere Termine für die Prüfung aus Sicherheitsgründen nach hinten verlegt. So werden wir im Juni einen Großteil unsere Prüfungen ablegen. Unsere Vorbereitungen können wir aber unabhängig davon durchführen.

 

Als Auszubildende im Bereich Gestalter für visuelles Marketing stehen zu Ausbildungsende insgesamt drei Prüfungen an. Das klingt zunächst nach viel Arbeit. Es ist aber alles machbar.

 

Wir haben eine schriftliche Prüfung, die sich auf theoretische Inhalte der drei Jahre fokussieren. Dazu absolvieren wir zwei praktische Prüfungen, Teil I und Teil II. Im Zentrum der praktischen Prüfung Teil I steht ein Konzept, welches wir zu einem vorgegebenen Thema erstellen. Zunächst schreiben wir das Konzept, erstellen Zeichnungen und stellen es im Nachgang den Prüfern vor. Teil II der praktischen Prüfung zielt auf die Umsetzung des Konzepts an.

 

In der Praxis haben wir schon diverse Konzepte für unsere ZWILLING Shops erstellt. Das war bereits eine gute Übung für die Prüfung. Wir haben dabei auch handwerkliche Grundlagen erlernt. Besonders cool finde ich dabei, dass ich meine Ideen, die zuvor nur digital oder auf dem Blatt Papier existierten, in die Tat umsetzen kann.  

 

Da unsere Prüfung aber ja nicht nur aus dem praktischen Teil besteht, teile ich jetzt mit euch, wie ich mich auf die Theorie vorbereite.

 

 


Unsere Fachausbilderin aus der Abteilung ist bei der Prüfungsvorbereitung eine große Stütze. Zunächst bearbeiten wir eigenständig „alte“ IHK-Prüfungen. Dabei wird uns klar, wo noch kleine Schwächen liegen oder was wir schon gut beherrschen. Wir überprüfen also erstmal unseren Lernstand. Da wir oft noch offene Fragen zu einzelnen Themen haben, gehen wir die Prüfungen mit unserer Fachausbilderin durch. Momentan machen wir ein Meeting über Microsoft Teams. Sie erklärt uns dann nochmal genau, was wir wissen müssen.

 

Zudem erhalten wir Unterstützung von unserem Ausbildungsbetrieb ZWILLING. In der letzten Zeit ist unser Berufsschulunterricht, mit Anwesenheit in der Schule, leider weggefallen. Demzufolge erhalten wir aber Lerntage, an denen wir theoretische Inhalte durchgehen und lernen können. Ab Mitte Mai durften wir nun wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.

 

So haben wir in der Berufsschule die Prüfungsvorbereitung weiter aufgenommen. Hier sind wir noch einmal Prüfungsaufgaben durchgegangen und haben Lernmaterialien für die Prüfung bekommen, mit denen wir uns besser vorbereiten können. In Anlehnung an unsere praktische Prüfung haben wir Präsentationen erstellt und diese vor der Klasse vorgestellt. Damit gewinnen wir mehr Sicherheit beim Präsentieren. Technische Zeichnungen haben wir auch angefertigt, da diese auch in der Prüfung erstellt werden müssen.

 

In unserer praktischen Prüfung Teil I geht es ja um die Entwicklung eines Konzepts. Zwar haben wir in der Praxis bereits Konzepte erstellt, jedoch müssen wir uns noch an den zeitlichen Ablauf in der Prüfung gewöhnen. Eine geeignete Übung dafür ist die Durchführung einer Probe-Prüfung. Wir haben also sechs Stunden von unserem Lehrer Zeit bekommen. In dieser Zeit erstellen wir ein komplettes Konzept zu einem zugelosten Event. Sechs Stunden klingt sehr lang, für die Erstellung eines Konzepts können sechs Stunden aber auch kurz sein. Sobald man seine Idee aber im Kopf hat und sich das Konzept schon bildlich vorstellen kann, ist der vorgegebene Zeitrahmen nur noch halb so schlimm. Wenn man an etwas Spaß hat, dann geht es eigentlich immer relativ leicht von der Hand. Das kennt ihr bestimmt auch. :-) Unsere fertigen Konzepte hat sich unser Lehrer nachher angeschaut und korrigiert. Zusätzlich haben wir noch Anregungen erhalten, was wir in der Prüfung besser machen können.

 

Obwohl wir das Thema unserer praktischen Prüfung vorab nicht kennen, ist es trotzdem schon möglich vorher erste Ideen aufzuschreiben und sich zu überlegen, wie mögliche Konzepte zu verschiedenen Themen aussehen können.

 

Dabei erstellen wir dann Materiallisten und überlegen, wie wir uns organisieren können. Wir führen Zeichenübungen durch und planen, welche Werkzeuge wir bei der Prüfung benötigen. Besonders beim letzten Schritt haben wir Hilfe im Unternehmen bekommen. Unser Fachausbilder und technischer Ausbilder wissen ganz genau, was man technisch und handwerklich umsetzen kann und greifen uns bei der Vorbereitung unter die Arme.


Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass ich im Juni schon ausgelernt sein werde. Ich werde in der Prüfung mein Bestes geben und fühle mich auch für die Theorie ganz gut vorbereitet. Ich werde mich nicht verrückt machen lassen, sondern vertraue auf meine eigene Erfahrung, die ich während der Ausbildung sammeln konnte.

 

Bald wartet auf mich ein sicherer Arbeitsplatz in einem der ältesten Unternehmen weltweit. Ich freue mich auf neue Herausforderungen und neue spannende Aufgaben, bei denen ich immer in Kontakt mit meinen Kollegen stehe.

 

geschrieben von Patricia und Jessica (Gestalterinnen für visuelles Marketing)

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