doro und marie

Der perfekte Abschluss unseres Studiums, durch ein letztes Semester im Ausland.
Für unsere dualen Studenten aus dem 3. Ausbildungjahr startet nun das Auslandssemester.

Das Auslandssemester ist die Gelegenheit, um ein Semester im Ausland zu studieren und dadurch neue Erfahrungen zu sammeln und selbstständig den Alltag in einem anderen Land zu meistern.

Man lernt nicht nur Menschen, sondern auch andere Kulturen kennen und sich sprachlichen Herausforderungen zu stellen.
Wohin zum Beispiel Marie und Doro reisen und was ihre Erwartungen sind, erfahrt ihr in diesem Interview.


Für welches Land habt ihr euch entschieden und warum? 

Marie: Ich habe mich für die Niederlande entschieden und genauer Rotterdam, weil ich die Sprache gerade lerne und auch in der Uni gelernt habe und sie jetzt perfektionieren möchte. Ich habe auch von Freunden gehört, dass in den Niederlanden ziemlich viele internationale Studenten sind und ich so auch zum Englischsprechen kommen werde.
 

Doro: Ich habe mich für Schottland entschieden. Ich gehe nach Glasgow und mir war es neben der Sprache wichtig, dass die Natur schön ist und ich in Unifreien Zeiten auch mal einen Road Trip machen kann. Außerdem habe ich auch gehört, dass da viel los ist, was Kultur angeht und die Menschen super nett sein sollen. Das war das ausschlaggebende Kriterium.
 

Wie lange bleibt ihr?

Marie: Ich bleibe 4,5 Monate (von Anfang Februar bis Mitte Juni)
 

Doro: Ich bleibe 4 Monate (von Ende Januar bis Ende Mai)
 

Wo werdet ihr wohnen?

Marie: Ich werde in einem Studentenwohnheim wohnen, da es die perfekte Lage zwischen dem Zentrum von Rotterdam und dem Standort der Uni hat.
 

Doro: Bei mir ist das genauso. In Schottland ist es so, dass die Studentenwohnheime in Wohnungen aufgeteilt sind und es gibt pro Wohnung sechs Zimmer en Suite, d.h. dass da immer ein Badezimmer mit dabei ist. Mit den anderen Studenten teilen wir uns eine gemeinsame Küche und Gemeinschaftsräume (z. B Billiardraum, Fitnessstudio, Kino etc.)
 

Wie habt ihr eure Unterkunft gefunden? 

Marie: Nachdem ich an der Uni angenommen wurde, haben mir die, für ausländische Studenten zuständigen Mitarbeiter der Uni, eine Mail geschrieben mit Wohnungsmöglichkeiten. Ich konnte mich zwischen drei Studentenwohnheimen entscheiden. Ich bin dann nach Rotterdam gefahren und habe mir die Lage meines Favoriten angeschaut und wurde so schlussendlich überzeugt.
 

Doro: Ich habe Kontakt zu einem Online Vermittler aufgenommen. Das ist der typische Weg in Schottland. Es gibt verschiedene Wohnheime, die meistens auch von den Vermittlern selber betrieben werden. Somit konnten mir auch viele Fragen beantwortet werden. Meiner Meinung nach ist das auch total wichtig, weil man ja wissen muss, wann man rein kann, ob man noch irgendeine Kaution hinterlegen muss und wie das mit dem Waschen ist. Da sollte man auch immer darauf achten, dass bei dem Ort, wo man sich eine Wohnung sucht, immer ein Ansprechpartner vorhanden ist.
 

Wie bereitet ihr euch vor? 

Marie: Im Vorhinein habe ich mir eine Wohnung gesucht, ich habe mir schon mal bei Google Maps angeschaut wo die einzelnen Campusse liegen, an denen ich studieren werde und was in der Nähe ist und wo ich hinmöchte. Ansonsten lasse ich mich einfach überraschen.
 

Doro: Ja, also die Standartsachen. Marie und ich haben beide ein Erasmus Stipendium. Es müssen Dokumente ausgefüllt und der Flug gebucht werden. Es ist vor allem auch wichtig darauf zu achten, dass man genug Gewicht für die mitzunehmenden Gepäckstücke hat. Ansonsten plant man vielleicht ein paar Reisen und Aktivitäten.
 

Habt ihr schon eure Sachen gepackt? 

Marie: Also ich habe meine Sachen noch nicht gepackt. Für mich geht es in drei Wochen los und ich habe mir schon mal eine Liste im Handy in Notizen gemacht und immer wenn mir etwas einfällt, was ich noch einpacken muss, schreibe ich das da rein. Wenn man zwei Tage vorher anfängt, fallen einem gar nicht so viele Dinge ein, die man vielleicht noch benötigt. Aber dadurch, dass ich mit meinem Gepäck nicht wirklich eingeschränkt bin, weil ich mit dem Auto fahre, kann ich eigentlich einfach alles ins Auto packen und muss da nicht aussortieren.
 

Doro: Also ich muss gestehen, ich habe schon kurz nach Neujahr angefangen zu packen. Da ist mir dann auch aufgefallen, dass ich zuerst nur 23 Kilogramm Freigepäck hatte. Ich hatte erstmals nur die grundlegenden Dinge eingepackt. Ich musste dann aber den Koffer auf 30 Kilogramm upgraden, weil das einfach viel zu wenig war. Ich packe also schon seit 3 Wochen.
 

Müsst ihr die Kosten selbst tragen?

Marie: Ich habe mich für ein Erasmus-Stipendium beworben und habe das auch bekommen. Das bedeutet, ich habe keine Studiengebühren an der ausländischen Uni und ich bekomme ein Taschengeld von 550 € im Monat. Davon bezahle ich die Wohnung. Ich habe mir vor Ort dann noch einen Parkplatz besorgt. Mein Essen muss ich natürlich selber bezahlen, aber wir bekommen ja auch weiterhin von ZWILLING unsere Ausbildungsvergütung, sodass wir genügend Geld zur Verfügung haben und auch viele Dinge unternehmen können.
 

Doro: Bei mir ist es ganz ähnlich wie bei Marie. Die Studiengebühren werden auch von Erasmus übernommen. Mein Tagessatz liegt bei 15 €. Das variiert bei Erasmus immer von Land zu Land. Und dann hat man noch die Vergütung. Generell ist es, glaub ich, sinnvoll im Vorhinein ein bisschen zu sparen.
 

Worauf freut ihr euch am meisten? - Die Kultur? Das Essen? 

Marie: Ich freue mich am meisten auf die Selbstständigkeit und dass man seinen Alltag selber strukturieren kann. Klar, man hat natürlich auch Uni und muss lernen, aber man ist eben auf sich allein gestellt. Ich freu mich auch die Sprache zu sprechen und ich freue mich generell auf das Land.
 

Doro: Ich sehe das Auslandssemester auch so ein bisschen als einen Restart. Also ich glaube, dass man sich super viel weiterentwickelt, was persönliche Sachen angeht und ich freu mich auf die netten Menschen und die Kultur. Darauf, ganz viel zu erleben und wie Marie schon sagt, man ist halt eigenständig.

 

Was für Erwartungen habt ihr an das Auslandsemester?

Marie: Ich erwarte, dass ich meine sprachlichen Kenntnisse, sowohl im Englischen als auch in Niederländisch verbessern kann. Dass ich generell vielleicht ein bisschen offener werde, denn es ist ja eine komplett neue Situation. Meine Erwartung ist auch, dass ich das alles gut bestehe und dass es ein erfolgreiches letztes Semester wird.
 

Doro: Ich denke auch, dass das der perfekte Abschluss unseres Studiums wird. Wir werden bestimmt viele Leute kennenlernen, reisen, viel erleben. Auch da es einfach eine ganz neue Lebenssituation ist, uns persönlich weiterentwickeln.
 

Was wird euch am meisten fehlen?

Marie: Am meisten wird mir fehlen, Familie und Freunde immer um sich zu haben. Dass man nicht jederzeit rübergehen, sich austauschen kann, wenn man vielleicht wirklich starkes Heimweh bekommt auf einmal. Das kann von jetzt auf gleich so passieren. Dass das dann der Fall ist und man dann seine Freunde, seine Familie oder sein Haustier vermisst und generell den Alltag Zuhause. Wenn es einem vielleicht schwer fällt Anschluss zu finden, dass man es vermisst, jemanden jederzeit um sich zu haben, mit dem man auch gerne was unternimmt.
 

Doro: Also ich glaub ich war noch nie so der Mensch, der wirklich Heimweh hatte und auch nicht viel unterwegs war, aber ich kann mir schon vorstellen, dass mir über diesen längeren Zeitraum meine Freunde und meine Familie schon ganz schön fehlen werden.


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